Geschlossene Gesellschaft

Jean-Paul Sartre

Deutsch von Traugott König

DAUER

ca. 1 ½ Stunden (ohne Pause)

PREMIERE

16. April 2022 – 19.30 Uhr, Festspielhaus

Vorstellungen & Karten

Inès, Estelle und Garcin haben nur Vermutungen darüber, warum sie ausgerechnet an diesem Ort gelandet sind: ein Innenraum, der irgendwo jenseits des Lebens liegt, ohne Fenster, ohne Spiegel und ohne die Möglichkeit, das Licht zu löschen. Turmhoch eingemauert, nur ab und zu besucht von einem skurrilen Kellner. Selbst die Augenlider sind erlahmt – der Ort droht mit durchgängigem Wachsein. Ist diese ewige Monade die ultimative Hölle? Warum sind ausgerechnet diese drei Menschen, die sich nie begegnet sind, hier zusammengesteckt worden? Welche Schuld hat sie hergeführt? Halten sie das Folterbesteck für die anderen bereits in den Händen, ohne es zu wissen?

Jean-Paul Sartres Klassiker des Existenzialismus ist ein Stück über die Ungewissheit, über das Eingeschlossensein und die Isolation. Burgtheater-direktor Martin Kušej und sein Team erforschen die veränderte Wahrneh-mung von Zeit, die sich in einer zur Ewigkeit gedehnten Gegenwart bleiern über die Menschen und Dinge legt. Mit Blick auf die Pandemiejahre und deren Folgen ein hochaktuelles Unterfangen.

Inszenierung Martin Kušej
Bühne Martin Zehetgruber
Mitarbeit Bühne Stephanie Wagner
Kostüme Werner Fritz
Musik Aki Traar
Licht Friedrich Rom
Dramaturgie Alexander Kerlin

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