Der Ehevertrag | Gianni Schicchi

Gioachino Rossini | Giacomo Puccini

Der Ehevertrag (La cambiale di matrimonio) 
Farsa comica in einem Akt (1810)
Libretto von Gaetano Rossi nach der gleichnamigen Komödie von Camillo Federici (1790)

Gianni Schicchi
Oper in einem Akt (1918)
Libretto von Giovacchino Forzano nach einer Episode aus dem 30. Gesang des Inferno aus der Commedia von Dante Alighieri (1321)

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

PREMIERE
12. August 2024 - 19.30 Uhr

DAUER
ca. 2 ½ Stunden (inklusive Pause)

In Kooperation mit Neue Stimmen

Vorstellungen & Karten

Über 100 Jahre liegen zwischen Gioachino Rossinis erster öffentlich aufgeführter Oper Der Ehevertrag (La cambiale di matrimonio) und dem Einakter Gianni Schicchi aus Giacomo Puccinis Il trittico. Beiden Werken ist das Gespür für ironische Situationskomik und witzige lautmalerische Effekte gemein.

Diese lustige wie ungewöhnliche Kombination setzt erneut die Grande Dame der Opernwelt, Kammersängerin Brigitte Fassbaender, mit den jungen Sänger:innen des Opernstudios in Szene – und der Brite Leo McFall, Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg, übernimmt mit diesem Doppelabend zum ersten Mal die musikalische Leitung einer Opernproduktion bei den Bregenzer Festspielen.

In Der Ehevertrag bietet der Geschäftsmann Tobia Mill seine Tochter Fannì dem kanadischen Geschäftsmann Slook zum Kauf an: Sie ist aus gutem Hause, nicht älter als 30 Jahre, mit einwandfreiem Charakter und bei guter Gesundheit. Perfekt also für die Überfahrt nach Kanada. Fannì liebt allerdings den mittellosen Edoardo. Nach einigen Turbulenzen macht Slook schließlich Edoardo zum Universalerben – und jetzt gibt auch der bärbeißige Vater seine Einwilligung zur Hochzeit. 

Gianni Schicchi spinnt das Thema Erbschaft fort; mit dieser Oper hat Puccini eine geradezu singuläre Erbschleichersatire geschaffen: In scheinheiliger Anteilnahme versammeln sich die zuvor enterbten Hinterbliebenen am Totenbett des wohlhabenden Patriziers Buoso Donati, echauffieren sich über das aufgefundene Testament und werden schlussendlich von Gianni Schicchi übers Ohr gehauen, der als falscher Donati vor dem Notar das Vermögen unter den gierigen Verwandten verteilt, sich jedoch die besten Immobilien kurzerhand selbst vermacht.

Mit Dionysios Avgerinos, Fabian-Jakob Balkhausen, Maximilian Bell, Idil Kutay, Liza Vjera Lozica, Francesco Luccii, Jacob Phillips, Gonzalo Quinchahual, Rommie Rochell, Ilia Skvirskii, Pete ThanapatIsabel Weller

Musikalische Leitung Leo McFall
Inszenierung Brigitte Fassbaender
Bühne | Kostüme Dietrich von Grebmer
Choreographie Rosita Steinhauser
Dramaturgie Florian Amort

SYMPHONIEORCHESTER VORARLBERG