Nero

Arrigo Boito

Tragödie in vier Akten (1924)
Libretto vom Komponisten
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 
22. Juli 2020 - 19.30 Uhr, Festspielhaus
Nero

Eine der berüchtigtsten historischen Figuren kommt auf die Bühne des Festspielhauses: der römische Kaiser Nero. In Arrigo Boitos opulenter Oper tritt er als schillernde Gestalt auf. Die spektakulären Selbstinszenierungen seiner Macht stehen in Kontrast zu den Gewissens­plagen nach dem Mord an seiner Mutter. Als gegensätzliche Pole erklingen die düsteren Rituale des heidnischen Magiers Simon Magus und die verklärende Reinheit des aufkommenden Christentums, wofür der Prophet Fanuel steht. Ihn liebt die Vesta­lin Rubria, die sich als Mittlerin zwischen den beiden Glaubensrichtungen sieht. Mit Hilfe der in Nero verliebten Asteria insze­niert Simon Magus die Erscheinung einer Göttin der Nacht, um den Kaiser gefügig zu machen. Nero entlarvt jedoch den Zauber und verkündet das Ende der Götter. Er stellt sich selbst auf den Altar und beginnt dort zu singen. Als Künstler, als göttlicher Poet lässt er sich feiern und entfacht ein großes Spektakel, auch als Rom bereits in Flammen aufgegangen ist.

Dieses Werk, mit dessen Vollendung Boito seit 1862 mehrere Jahrzehnte rang, entwickelte sich für ihn zur Lebensaufgabe. Erst nach seinem Tod wurde es unter der Leitung des Dirigenten Arturo Toscanini in eine aufführbare Fassung gebracht und 1924 an der Mailänder Scala uraufge­führt. Boitos Libretti, unter anderem für Giuseppe Verdis Otello und Falstaff, zählen zu den herausragenden Schöpfungen der Operngeschichte. Als geistiger Kopf der künstlerischen Bewegung der Scapigliatura schrieb Boito auch das Textbuch zu Franco Faccios Oper Hamlet, die 2016 bei den Bregenzer Festspielen nach fast 150 Jahren zum ersten Mal wieder auf einer europäischen Bühne zu erleben war.

Das Regieteam dieser gefeierten Wieder­entdeckung widmet sich nun auch der Neuinszenierung von Boitos Nerone: Als leidenschaftlicher Vermittler inszeniert Olivier Tambosi dieses faszinierend viel­schichtige Werk, gemeinsam mit dem Bühnenbildner Frank Philipp Schlössmann und der Kostümbildnerin Gesine Völlm. Musikalisch wird die Aufführung von Dirk Kaftan geleitet, der ebenfalls 2016 bei den Bregenzer Festspielen auf der Werkstatt­bühne debütierte. 

Musikalische Leitung Dirk Kaftan
Inszenierung Olivier Tambosi
Bühne Frank Philipp Schlössmann
Kostüme Gesine Völlm

Prager Philharmonischer Chor
Wiener Symphoniker

Besetzung
Preise und Sitzplan
Sitzplan Oper 17
Preise
1. Kategorie: EUR 150
2. Kategorie: EUR 132
3. Kategorie: EUR 115
4. Kategorie: EUR 98
5. Kategorie: EUR 58
6. Kategorie: EUR 28

Premierenzuschlag pro Ticket EUR 25 (Kate­gorie 1 & 2). Für die Premiere gilt ein eigener Sitzplan.

Änderungen vorbehalten.