Don Quijote

von Jakob Nolte nach Miguel de Cervantes
in der Übersetzung von Susanne Lange

Koproduktion mit Deutsches Theater Berlin 

Premiere 
20. Juli 2019 - 19.30 Uhr, Theater am Kornmarkt
Don Quijote

Nach der Lektüre unzähliger Ritterromane ernennt sich ein verarmter Junker selbst zu Don Quijote von La Mancha und überträgt sich die ehrenvolle Aufgabe, seine Mitmenschen gegen das Böse zu verteidigen. Er nennt seinen alten Gaul wohlklingend Rocinante, findet im nur scheinbar naiven Sancho Panza einen treuen Knappen und besteht Heldentaten, um Ruhm zu erlangen und ein einfaches Bauernmädchen alias Dulcinea von Toboso zu beeindrucken. Doch die Schlachten enden meist in brutalen Niederlagen, weshalb Don Quijote von Sancho Panza alsbald einen Beinamen erhält: Der Ritter von der traurigen Gestalt.

Miguel de Cervantes sitzt nach einem bewegten Leben im Gefängnis, als er beginnt, den ersten Teil eines Romans zu schreiben, der 1605 den Anbruch der literarischen Moderne bedeutet. Es ist ein Anschreiben gegen die Fesseln der Realität, denn mit Don Quijote erfindet er einen maßlos kreativen Phantasten, der aber erst durch seinen viel pragmatischeren Spielgefährten Sancho Panza wirklich Identität erlangt. In kürzester Zeit werden die beiden berühmt, was sie im zehn Jahre später erschienenen zweiten Teil gleich selbst thematisieren. Bis heute hat das wahnwitzige Paar Ikonenstatus und schultert in dieser Erstaufführung der Fassung von Jakob Nolte ihre (imaginierten) Abenteuer ganz allein.

In dieser Koproduktion werden die beiden durch ein ebenso kongeniales Paar verkörpert, zwei Recken der Schauspielkunst: Ulrich Matthes und Wolfram Koch. Gemeinsam mit Jan Bosse — Regisseur für phantastische Stoffe und Erzähler großer Geschichten — begeben sie sich in ein gleichermaßen theatrales wie gesellschaftspolitisches Rollenspiel und gehen den Fragen nach, worin der Reiz liegt, jemand anderes zu sein und ob wir nicht vielleicht wieder einen Don Quijote brauchen könnten, um dem eindimensionalen Denken und begrenzten Zukunftsglauben unserer Zeit etwas Utopisches entgegenzusetzen.

Mit Ulrich Matthes, Wolfram Koch

Inszenierung Jan Bosse
Bühne Stéphane Laimé
Kostüme Kathrin Plath
Musik Arno Kraehahn
Dramaturgie David Heiligers 

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