Opernatelier

Einblick
Opernatelier

Zum zweiten Mal erhält das Publikum die Möglichkeit, den Prozess zu einem neuen musiktheatralen Werk mitzuverfolgen. In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz eröffnen mehrere Veranstaltungen außergewöhnliche Einblicke in die Ideenwelt des Komponisten und der mit ihm arbeitenden Künstler.

Nach der erfolgreichen Uraufführung von Zesses Seglias' Oper To the Lighthouse im vergangenen Sommer geht das Opernatelier in die zweite Runde. Welche Form der Aufführung, welche inhaltlichen Schwerpunkte, welche Klangwelten das Publikum nach dem mehrjährigen Prozess schließlich erleben wird, erarbeiten die beteiligten Künstler in zahlreichen Treffen und in intensivem Austausch. Als Komponist für das neue Opernatelier konnte Alexander Moosbrugger gewonnen werden. Im Bregenzerwald geboren, lebt er seit 2001 in Berlin und arbeitete schon mehrmals mit bildenden Künstlern zusammen. Als Organist und auch in seiner Musik eröffnet er seinen Zuhörern ein breites Klangspektrum, das häufig Töne jenseits der gewohnten umfasst. Das Hören wird Teil des kompositorischen Prozesses. Immer wieder bezieht sich Moosbrugger auf Musik vergangener Jahrhunderte, aus der er häufig ein neues System der musikalischen Stimmung entwickelt.

Seine Studien am Landeskonservatorium Feldkirch sowie der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart ergänzte Alexander Moosbrugger durch ein Philosophiestudium an der Universität Wien. Seine Werke werden von namhaften Ensembles aufgeführt, darunter Klangforum Wien, österreichisches ensemble für neue musik, ensemble recherche, Ensemble Phoenix Basel, Arditti Quartet und das Quatuor Diotima. Zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien würdigen seine Arbeit.

Ab Frühjahr 2018 wird Alexander Moosbrugger über mehrere Jahre Ideen, Gedanken, Zweifel, Herausforderungen mit dem Publikum teilen. Nach und nach werden weitere Künstler hinzukommen, die bei verschiedenen Einblick-Veranstaltungen im Kunsthaus Bregenz vorgestellt werden.

Einblick 5 - Ein Raum für Träume

26. November 2019 - 19.00 Uhr, Kunsthaus Bregenz​

Einem geheimnisvollen Buch voller faszinierender Schönheit widmen sich der Komponist Alexander Moosbrugger und die bildende Künstlerin Flaka Haliti in ihrem gemeinsamen Opernprojekt. Seit über einem Jahr verfolgt das Publikum die einzelnen Schritte, die von der ersten Idee bis zur geplanten Uraufführung während der Bregenzer Festspiele 2020 führen. Der 1499 erschienene Roman Hypnerotomachia Poliphili soll unter dem Titel Wind als musiktheatrales Werk auf die Werkstattbühne gelangen.

Einzigartig an diesem jahrhundertealten Buch sind 172 Holzschnitte, die fantastische Bauten, Gärten, Parks und sinnliche Darstellungen aus den wundersamen Träumen des Protagonisten Poliphili zeigen. Die Suche nach seiner geliebten Polia führt ihn durch faszinierende Traumwelten. Alexander Moosbrugger vertont diese für eine eigens für die Werkstattbühne entwickelte Orgel, Stimmen, Streicher und Elektronik.

Inspiriert von den Holzschnitten und den opulenten Architekturbeschreibungen im Buch entwirft Flaka Haliti einen Raum, der das Publikum die Klänge in besonderer Weise wahrnehmen lässt und es optisch und akustisch in die Traumwelten versetzt. Bei dieser Einblick-Veranstaltung wird Flaka Haliti ihre visuellen Ideen für die Werkstattbühne vorstellen. 

Bitte reservieren Sie unter +43 5574 407-6 Ihre kostenfreie Eintrittskarte, die wir Ihnen gerne per E-Mail zusenden. 

Einblick 4 - Konzert im KUB

11. August 2019 - 21.00 Uhr, Kunsthaus Bregenz

Gerade entsteht die erste Oper des aus Vorarlberg stammenden und in Berlin lebenden Komponisten Alexander Moosbrugger. Dieses Konzert führt in seinen musikalischen Kosmos, der auch von seiner Tätigkeit als Organist geprägt ist. Der Komponist wählte Musik unter anderem von Johann Sebastian Bach, Rebecca Saunders und sich selbst speziell für die besondere Akustik des Kunsthaus Bregenz aus.

Einblick 3 - Das Instrument

22. Mai 2019 - 19 Uhr, Rieger-Orgelbau Schwarzach

Der Entstehungsprozess zur Oper des Komponisten Alexander Moosbrugger und der bildenden Künstlerin Flaka Haliti führt diesmal an einen außergewöhnlichen Ort: In der Werkstatt der Vorarlberger Orgelbaufirma Rieger in Schwarzach entstehen Instrumente für sakrale und weltliche Räume. Für den Organisten Moosbrugger spielen die schwebenden Klänge der Orgel in seinen Kompositionen eine besondere Rolle.

Was fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten an der »Königin der Instrumente«? Der Geschäftsführer von Rieger Orgelbau, Wendelin Eberle, entwickelt seit vielen Jahren die Klangmöglichkeiten der Orgel kontinuierlich weiter und arbeitet dabei mit Interpreten, Komponist/innen und bildenden Künstler/innen zusammen. Spektakuläre Instrumente entstanden in den vergangenen Jahren unter anderem in China, Japan, der Philharmonie Paris und der die Martinskirche in Kassel. Die Werkstatt bietet beeindruckende Einblicke in die Entstehung und den Aufbau dieses einzigartig komplexen Instruments.

In zahlreichen seiner Kompositionen spielt Moosbrugger mit den überwältigenden, aber auch den leise atmenden Klängen der Orgel. Die musikalischen Möglichkeiten des Instruments inspirieren den Komponisten auch für seine Idee des Opernstoffs. Es ist eines der faszinierendsten und zugleich rätselhaftesten Bücher der Welt, Hypnerotomachia Poliphili, vermutlich von dem Dominikaner Francesco Colonna geschrieben und 1499 zum ersten Mal in Venedig gedruckt. Das Werk spielt mit mehreren Sprachen, entführt in kolossale Gebäude und Parkanlagen, die in den eingefügten Holzschnitten sichtbar werden. Die Liebe der Hauptfigur Poliphilo zu Polia beschreibt auch die Liebe zur Sprache selbst und zu dem Rätsel unserer Wahrnehmung, in der sich Träume und Wirklichkeiten vermischen.

Bitte reservieren Sie unter +43 5574 407-6 Ihre kostenfreie Eintrittskarte, die wir Ihnen gern per E-Mail zusenden.

Rieger-Orgelbau GmbH
Hofsteigstraße 120
6858 Schwarzach

Einblick 2 - Die Künstlerin Flaka Haliti

21. November 2018 - 19.00 Uhr, Kunsthaus Bregenz

Eine neue Oper entsteht, und dem Publikum wird ermöglicht, diesen Prozess mitzuerleben. Ideen werden geschmiedet, verworfen und entwickelt. Mehrere Jahre stehen die beteiligten Künstlerinnen und Künstler in intensivem Austausch miteinander. In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz veranstalten die Bregenzer Festspiele mehrmals im Jahr Einblicke in diesen kreativen Prozess.
Für das aktuelle Projekt arbeitet der im Bregenzerwald geborene und in Berlin lebende Komponist Alexander Moosbrugger mit der bildenden Künstlerin Flaka Haliti zusammen. Haliti wurde im Kosovo geboren und lebt in München. Ihre Arbeiten waren bisher unter anderen im mumok, Wien, in der Kunsthalle Wien, der Kunsthalle Lingen, der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig, am ZKM Karlsruhe sowie auf den Biennalen in Moskau und Venedig zu sehen. Im Frühjahr 2018 bespielte sie die KUB Billboards an der Seestraße in Bregenz.

In diesem Einblick steht Flaka Halitis Arbeit im Mittelpunkt. Wie lässt sich ihre Arbeitsweise beschreiben? Was erwartet und erhofft sie sich von der Zusammenarbeit im Opernatelier? Zu welchen Ideen inspiriert sie der Stoff, den Alexander Moosbrugger als Grundlage für die Oper vorgeschlagen hat? Es ist eines der faszinierendsten und zugleich rätselhaftesten Bücher der Welt, Hypnerotomachia Poliphili, vermutlich von dem Dominikaner Francesco Colonna geschrieben und 1499 zum ersten Mal in Venedig gedruckt. Das Werk spielt mit mehreren Sprachen, entführt beim Lesen in kolossale Gebäude und Parkanlagen, die auch in zahlreichen eingefügten Holzschnitten sichtbar werden. Die Liebe der Hauptfigur Poliphilo zu Polia beschreibt auch die Liebe zur Sprache selbst und zu dem Rätsel unserer Wahrnehmung, in der sich Träume und Wirklichkeiten vermischen.

Einblick 1 - Neues Projekt mit Alexander Moosbrugger

4. April 2018 - 19.00 Uhr, Kunsthaus Bregenz

Beim Einblick 1 werden der Komponist und seine bisherige Arbeitsweise, vor allem auch mit bildenden Künstlern, vorgestellt. Zwei Werke führen in Moosbruggers vielfältige Klangwelten. Mitglieder des ensemble plus spielen das 2009 entstandene Stück Skalen, Texte, Maß. Ein besonderes Hörerlebnis verspricht das für den Zuschauer begehbare Stück Alignement für Lautsprecher, in dem Moosbrugger und Thomas Kessler Musik und Texte verarbeiteten, die auf den Unterricht des britischen Komponisten Thomas Attwood bei Wolfgang Amadeus Mozart Bezug nehmen. Ein Klavierstück von Mozart selbst wird Johannes Hämmerle spielen.

Eintritt frei! Reservierung unter +43 5574 407-6

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