Sibirien

Umberto Giordano

Tragödie in drei Akten (1903)
Libretto von Luigi Illica
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

PREMIERE

21. Juli 2021 - 19.30 Uhr, Festspielhaus

Vorstellungen & Karten

Es ist ungeheuerlich: Stephana gibt ihr angenehmes Leben als Kurtisane im eleganten Stadtpalais in St. Petersburg auf, um ihrer großen Liebe Vassili ins sibirische Straflager zu folgen. Dort, in der Verbannung, wandelt sich Stephana zur unerschütterlichen Kämpferin, sie setzt sich gegen Ungerechtigkeiten und Verleumdung zur Wehr. In der ausweglosen Situation der Gefangenen keimt Hoffnung, als die für unmöglich gehaltene Flucht des Paares zu gelingen scheint. Doch dann fällt ein Schuss.

Die effektvolle und dichte Handlung, die lebendige Emotionalität der Figuren und den imposanten Chor zeichnet Umberto Giordano in seiner italienischen Oper Sibirien (Siberia) im Stil des Verismo. Faszinierende russische Klänge – von der Zarenhymne bis zum volkstümlichen Lied der Wolga-Schlepper – sind in die packende Musik eingebettet. Trotz dieses Lokalkolorits bleibt Sibirien für Giordano, den Komponisten von André Chénier und Fedora, ein allgemeingültiges menschliches Drama: »Die Liebe und der Schmerz besitzen keine Nationalität.«

Als Mitglied der »Giovane Scuola«, der Jungen Schule, wendet sich Giordano gegen Giuseppe Verdis Omnipräsenz in den Spielplänen, befeuert den Realismus auf der Opernbühne und orientiert sich viel eher an Richard Wagner und Jules Massenet als am berühmten Landsmann. Siberia wurde 1903 an der Mailänder Scala anstelle von Giacomo Puccinis verschobener Madame Butterfly uraufgeführt. Zwei junge Künstler aus Moskau bringen das mitreißende und zu Unrecht vergessene Werk ins Festspielhaus: der international aufstrebende Regisseur Vasily Barkhatov und Valentin Uryupin, der in Bregenz bereits Eugen Onegin dirigierte.

Musikalische Leitung Valentin Uryupin
Inszenierung Vasily Barkhatov
Bühne Christian Schmidt
Kostüme Nicole von Graevenitz
Licht Alexander Sivaev

Prager Philharmonischer Chor

Wiener Symphoniker

Bühnenmusik in Kooperation mit dem Vorarlberger Landeskonservatorium

  • Besetzung

    Stephana Ambur Braid
    Nikona Fredrika Brillembourg
    Das Mädchen Cheryl Studer
    Vassili Alexander Mikhailov
    Gleby Scott Hendricks
    Fürst Alexis Omer Kobiljak
    Ivan | Der Kosak Manuel Günther
    Bankier Miskinsky | Der Invalide Michael Mrosek
    Walinoff | Der Gouverneur Unnsteinn Árnason
    Der Hauptmann | Der Aufseher Stanislav Vorobyov

  • Preise und Sitzplan
    Preise
    1. Kategorie: EUR 150
    2. Kategorie: EUR 132
    3. Kategorie: EUR 115
    4. Kategorie: EUR 98
    5. Kategorie: EUR 60
    6. Kategorie: EUR 28

    Premierenzuschlag pro Ticket EUR 25 (Kategorie 1 & 2). Für die Premiere gilt ein eigener Sitzplan.

    Änderungen vorbehalten.

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