Musik & Poesie

Seestudio

Die Vielfalt des Festspielprogramms eröffnet überraschende Blickwinkel durch Kammermusik und Literatur in verschiedenen Formen.

Strozzi - Bach - Larcher

25. Juli 2021 - 19.30 Uhr, Seestudio

Als Liedsänger begeistert der Tenor Julian Prégardien genauso wie in Johann Sebastian Bachs Oratorien und auf der Opernbühne, unter anderem bei der Schubertiade und den Salzburger Festspielen. Als erster Sänger nach dem Widmungsträger Mark Padmore brachte er Thomas Larchers faszinierenden Padmore-Cycle zur Aufführung. Gemeinsam mit der Pianistin und Cembalistin Tamar Halperin schlägt er einen musikalischen Bogen zur Frühzeit der Oper und präsentiert eine Kantate der Barockkomponistin Barbara Strozzi, die mit ihren Liebesliedern auch als Sängerin beeindruckte. Von dort baut die vielfältige Cembalistin mit Johann Sebastian Bachs Musik eine Brücke in den deutschsprachigen Raum, wo Hans Aschenwalds und Alois Hotschnigs einzig artige Poesie in Larchers teilweise äußerst redu-zierten Liedern zum Klingen gebracht wird.

Tenor Julian Prégardien
Klavier Tamar Halperin

PREIS EUR 27

Verdi - Boito - Faccio

1. August 2021 – 19.30 Uhr, Seestudio

Giuseppe Verdi und Arrigo Boito waren hinsichtlich ihrer musikdramatischen Ideen nicht immer einer Meinung. Anlässlich der Uraufführung von Franco Faccios erster Oper im Jahr 1863 warf Boito Verdi vor, den Altar der Kunst beschmutzt zu haben. Doch 1881 arbeiteten alle drei Künstler bei der Uraufführung von Otello erfolgreich zusammen: Boito als Librettist, Verdi als Komponist, Faccio als Dirigent. Das vielstimmige Verhältnis dieser Musiker kommt in ihren Briefen und Texten zum Ausdruck. Dazu spielt das HABE-Quartett, bestehend aus Musikern der Wiener Symphoniker, Verdis einziges Streichquartett und Faccios wohl lange nicht aufgeführtes Quartett — ein weitgespannter Bogen von Faccios Hamlet über Verdis Rigoletto zu Boitos Nero.

HABE-Quartett
Violine Alexander Burggasser
Violine Ai Miwa
Viola Johannes Flieder
Violoncello Michael Vogt

Sprecher Olaf A. Schmitt

PREIS EUR 27

Gold und Geld

8. August 2021 – 19.30 Uhr, Seestudio

Seine aufwändig erbaute Burg Walhall muss der Göttervater Wotan in Richard Wagners Das Rheingold mit dem geraubten Gold und dem daraus geschmiedeten Ring bezahlen, dessen Machtversprechen er keinesfalls aus der Hand geben möchte. Der sogenannte Vorabend von Wagners Der Ring des Nibelungen ist auch vom in seiner Zeit aufkommenden Kapitalismus inspiriert. Dessen Analyse durch den Philosophen Karl Marx in Das Kapital prägt bis heute politisches Denken. In gewohnt umfassenden Gedanken erzählt der Schriftsteller Michael Köhlmeier von Gold und Geld. Seine Worte werden begleitet von Franz Liszts Walhall und anderen Musikstücken.

Erzähler Michael Köhlmeier

PREIS EUR 27