Melencolia

Brigitta Muntendorf | Moritz Lobeck

Eine Show gegen die Gleichgültigkeit des Universums
Uraufführung

Auftragswerk der Bregenzer Festspiele und des Ensemble Modern
Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes (Deutschland)

DAUER

1 ½ Stunden (ohne Pause)

PREMIERE

18. August 2022 - 20.00 Uhr, Werkstattbühne

Vorstellungen & Karten

Melancholie erfuhr über Jahrhunderte unterschiedlichste und widersprüchliche Zuweisungen, Albrecht Dürers rätselhafter Polyeder in seinem berühmten Kupferstich Melencolia I ist zu einem Sinnbild für das Unlösbare inmitten von menschlicher Sehnsucht nach Erlösung und der rationalen Entzauberung der Welt geworden.

Die Uraufführung Melencolia erkundet diese Gegensätze musikalisch. Eine Oper als Raum gewordener Hypertext, in dem sich Klang-, Licht-, Körper- und Bildquellen als Elementarteilchen etablieren und in einem fortlaufenden Transformationsprozess immer wieder neu formieren. Im befreiten, spielerischen und dennoch strengen Umgang mit Stereotypen aus digitaler Romantik, Pop und Kitsch, in Karikaturen, Unschärfen, Entkopplungen und Auseinandersetzung mit den digitalen Transformationen etabliert Melencolia eine Parallelwelt zur Gleichgültigkeit des Universums.

Die Komponistin Brigitta Muntendorf konzipierte gemeinsam mit dem Dramaturgen Moritz Lobeck eine Landschaft aus Instrumenteninseln und Miniaturstudios, die nüchterne Bühnensituationen in überwältigende Bildwelten und Sehnsuchtsorte überführt.

In der vermeintlichen Strenge der Komposition und der musikalischen Formen, gekoppelt mit digitalen Transformationen, stehen die zentralen Fragen: Wie sind wir hierhin gekommen? Und wie kommen wir hier wieder heraus?

Komposition Brigitta Muntendorf
Inszenierung | Dramaturgie Brigitta Muntendorf, Moritz Lobeck
Visuelle Welten Veronika Simmering
Ausstattung Sita Messer
Licht Begoña Garcia Navas
Live-Video Warped Type (Andreas Huck, Roland Nebe)
Programmierung Maximiliano Estudies
Klangregie Norbert Ommer
Ensemble Modern