Der Sturm

William Shakespeare

Übersetzung von Jakob Nolte Erstaufführung dieser Übersetzung

Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin

PREMIERE

23. Juli 2022 - 19.30 Uhr, Theater am Kornmarkt

Vorstellungen & Karten

Auf einer einsamen Insel lebt der Magier Prospero, vormals Herzog von Mailand. Jahre zuvor war er durch eine Intrige seines Bruders Antonio vom Thron gestürzt und in einem Boot auf offener See ausgesetzt worden.

Wie durch ein Wunder konnte er sich, gemeinsam mit seiner Tochter Miranda, auf jene Insel retten, wo er sich eine neue Welt aufgebaut hat. Hier herrscht er über Elemente, Geister und Zauberwesen wie Caliban oder den Luftgeist Ariel, die Ureinwohner des Eilands.

Wie es der »Zufall« will, sichtet Prospero eines Tages die Flotte des Königs von Neapel, der auch Antonio angehört. Mit Ariels Hilfe entfesselt er einen Sturm, lässt das Schiff seines Bruders kentern und ihn mit gesamter Besatzung auf der Insel stranden. So ist nun Prospero in der mächtigen Position und hat die Chance auf späte Rache oder Versöhnung.

Der Sturm ist eines der letzten Werke William Shakespeares und sein ultimativer Schöpfungsmythos, der das Theater als symbolische Insel der Möglichkeiten betrachtet. Die Ausnahmesituation wird zum Experiment einer utopischen Staatsgründung und zur Versuchsanordnung eines absoluten Neuanfangs: Was würd‘ ich machen, wenn ich König wär‘? Shakespeare streift dabei spielerisch Themenkomplexe wie Macht und Unterdrückung, Ausbeutung und Aneignung, Natur und Zivilisation.

Jakob Noltes Zugriff auf The Tempest ist eine spezielle Neuübersetzung, die sich Wort für Wort durch das altenglische Original hangelt. Es entsteht eine Fantasiesprache, die sich über Melodie und Klang entschlüsselt und so bezaubernd seltsam ist wie die Bewohnerinnen und Bewohner jener Insel. Regisseur Jan Bosse und das Ensemble um Wolfram Koch als Prospero werden diesen rätsel- und rauschhaften Text mit den Illusionskünsten des Theaters zum Leben erwecken.

Regie Jan Bosse
Bühne Stéphane Laimé
Kostüme Kathrin Plath
Musik und Sounddesign Carolina Bigge, Arno Kraehahn
Licht Marco Scherle
Dramaturgie David Heiligers

Mehr Interessantes