Opernatelier

Einblick
Opernatelier

Wie entsteht eine neue Oper? Im Opernatelier lässt sich der intensive Prozess der beteiligten Künstler miterleben. Auch außerhalb der Festspielzeit lernt das Publikum die Menschen hinter dem Werk kennen und erhält Einblicke in die Arbeit am Stoff, Libretto, an der Komposition und der Inszenierung von Zesses Seglias’ Oper To the Lighthouse, die 2017 uraufgeführt werden wird.  

Im 2014 gegründeten Opernatelier haben sich der griechische Komponist Zesses Seglias, der österreichische Autor und Regisseur Ernst Marianne Binder und der Dramaturg Olaf A. Schmitt zusammengefunden, um von der Stoffwahl bis zur geplanten Uraufführung im Jahr 2017 ein neues Musiktheaterwerk zu schaffen. Als Bühnenbildner konnte in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz der dänische bildende Künstler Jakob Kolding gewonnen werden, der sich in seinen jüngeren Arbeiten verstärkt szenischen Aspekten widmet.

Weitere beteiligte Künstler wird das Publikum in den Einblick-Veranstaltungen kennenlernen. Die Vorlage für die neue Oper stammt von der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf, die in ihrem Roman To the Lighthouse die Geschichte einer Familie erzählt, in der sich der jüngste Sohn James zwischen der visionären, phantasiereichen Welt der Mutter und dem nur auf das Empirische vertrauenden Vater stehen sieht und vom Hass auf seinen Vater erfüllt ist. Woolfs Stil kennzeichnen innere Monologe, die Ambivalenz von beschriebenen Ereignissen und literarische Zitate, die dazu einladen, verschiedene Spuren in ihrer Sprache zu verfolgen. Welche Auswirkungen Woolfs einzigartige Sprache für die Komposition und deren Inszenierung hat, lässt sich in den Einblicken nachvollziehen.

Aktuell

EINBLICK 6

14. März 2017 - 19.00 Uhr, Kunsthaus Bregenz
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EINBLICK 7

6. August 2017 - 19.00 Uhr, Festspielhaus

Chronik

EINBLICK 1

11. Mai 2015
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EINBLICK 2

3. Dezember 2015 – 19.30 Uhr
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EINBLICK 3

3. März 2016 - 19.00 Uhr
Vortrag von Ernst M. Binder über Virginia Woolf
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EINBLICK 4

10. August 2016 – 21.00 Uhr

Claude Debussy Feux d'artifice für Klavier
Gerard Grisey Nout für Saxofon
Iannis Xenakis Mikka für Violine
Beat Furrer Voicelessness (The snow has no voice) für Klavier    
Johann Sebastian Bach ‪Sonata für Viola da Gamba und Cembalo Nr. 3 g-Moll BWV 1029‬‬‬‬ (Ausschnitt)‬‬
Anton Webern 4 Stücke op. 7 für Violine und Klavier  
Zesses Seglias Sssssh für Klavier
Giacinto Scelsi Tre pezzi für Saxofon
Wolfgang Amadeus Mozart Trio für Violine, Violoncello und Klavier G-Dur KV 496 (Ausschnitt)
Olivier Messiaen Quatuor pour la fin du temps für Violoncello und Klavier (Ausschnitt)

Saxofon Fabian Pablo Müller
Violine Karin-Regina Florey
Violoncello Detlef Mielke
Klavier Maria Flavia Cerrato

Der Komponist Zesses Seglias im Gespräch mit Olaf A. Schmitt.

EINBLICK 5

28. November 2016 - 19.00 Uhr
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Biographien

Zesses Seglias studierte Komposition und Musiktheater bei Dimitris Papageorgiou an der Aristoteles Universität in Thessaloniki und bei Beat Furrer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Seine Werke wurden unter anderem beim finnischen Festival Time of Music und dem Forum Wallis in der Schweiz, vom Klangforum Wien und dem Diotima Quartett gespielt. 2014 kam an der Oper Graz seine erste Kammeroper hystéra zur Uraufführung. http://zesseseglias.com/

Der Autor, Musiker und Regisseur Ernst Marianne Binder schrieb zahlreiche Theaterstücke und Prosatexte. Von 1987 bis 2003 war er Künstlerischer Leiter des Forum Stadtpark Graz, seit 2003 leitet er das Theater dramagraz. Von 1995 bis 2003 brachte Binder als Hausregisseur am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin unter anderen mehrere Stücke von Einar Schleef zur Uraufführung. Er verstarb am 27. Jänner 2017. http://ernstmariannebinder.mur.at

Jakob Kolding stammt aus Albertslund in Dänemark. Er studierte Soziologie am Roskilde Universitätszentrum sowie an der Royal Danish Academy of Fine Arts. Er lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten waren in Museen und Galerien weltweit zu sehen, darunter Museum of Modern Art in New York, Museum of Contemporary Art, Chicago, Stedelijk Museum Bureau, Amsterdam, Kunstvereine in Frankfurt am Main, Graz, Hamburg, Liverpool Biennial, CCA Wattis Institute for Contemporary Arts, San Francisco, Wien Museum, Palais de Tokyo, Paris, Louisiana, Humlebæk, Dänemark, Museum of Contemporary Art, San Diego, und The University of Michigan Museum of Art, Ann Arbor. Er wird vertreten von den Galerien Martin Janda, Wien, Nicolai Wallner, Kopenhagen und Team Gallery, New York. http://www.martinjanda.at/de/kuenstler/jakob-kolding/werke/

Vibeke Andersen, geboren in Ålesund, Norwegen, studierte Innenarchitektur und Möbeldesign an der Staatlichen Kunsthochschule in Bergen (Norwegen), Bühnenbild an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz und an der Kunsthochschule in Berlin Weißensee. Nach dem Studium war sie mehrere Jahre in Deutschland als Bühnenbildnerin, Kostümbildnerin und Ausstellungsdesignerin tätig, u. a. an der Akademie der Künste Berlin, am Berliner Ensemble, Theater Oberhausen, an der Pocket Opera Company Nürnberg sowie für Film und Fernsehen. Bühne und Kostüme entwarf sie u. a. für die Grazer Oper, das Nationaltheater Maribor, das Schauspielhaus Graz, das Next Liberty und dramagraz.

Olaf A. Schmitt wurde in Schweinfurt geboren und studierte Theater-, Film-und Medienwissenschaft sowie Musikwissenschaft in Frankfurt am Main. Währenddessen sammelte er Erfahrungen an der Staatsoper Stuttgart und bei den Salzburger Festspielen. Von 2005 bis 2008 arbeitete er als Dramaturg am Theater Heidelberg, anschließend bis 2013 an der Bayerischen Staatsoper. Am Royal Opera House Covent Garden betreute er 2014 die Inszenierung von Idomeneo. Seit August 2014 ist er Dramaturg der Bregenzer Festspiele. Ab 2016 wird er zudem künstlerischer Leiter der Kasseler Musiktage.

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